Fehleranalyse, Selbstkritik und Verbesserung:
Zu wenig Impuls beim aufziehen und zu langsam los gelaufen, Bremse zu schnell freigegeben/Hände oben gehabt anstatt weiter runter, auch hier zu langsam gelaufen.
Hätte bei dieser Phase Nullwind lieber noch ein paar Minuten warten sollen und bei einer leichten Briese Wind dann aufziehen sollen, anstatt mir dies hier bei absolutem Nullwind und Schnee unter den Füßen anzutun.
Facebook User meinten hier zu meinem Fehlstart samt Startabbruch folgendes:
Super Fehleranalyse! Bei Schnee ist zum Glück die Verletzungsgefahr etwas geringer. Man sieht gut, dass der Schirm verzögert steigt, sprich Du schon "weit" gelaufen bist, bis der Schirm steht. Setz Dir vielleicht eine Startabbruchlinie, und wenn der Schirm bis da nicht steht und auch Druck auf die Leinen macht, brichst Du ab.
Schau auch mal im letzten Teil des Videos genau auf Deine Hände. Du hast viel Bewegung drin, relativ zur Rolle mehrere Zentimeter hoch und runter. Je ruhiger Du beim Laufen die Hände an der Rolle lassen kannst, desto weniger störenden Einfluss hast Du über die Bremsen.
Ich find Videoanalyse eine absolut tolle Sache, die wir vielleicht viel zu wenig nutzen. Danke fürs Teilen dieser guten Lehrstunde!
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Finde ich echt cool, dass du so selbstkritisch bist und analysierts...weiter so, so kommst du immer ein Stück weiter 😉
Bei Nullwind oder Rückenwind zu starten hängt immer von den gegebenen Verhältnissen ab, ob man das Risiko eingehen kann oder nicht (Hang, Klippe, oder ausgesetztes felsiges Gelände sind natürlich absolut tabu...aber eine schöne Flache lange Wiese mit Schnee wie in deinem Fall.... absolut vertretbar um sowas auszuprobieren und du kommst am Ende maximal mit einem Blauen Fleck davon).
Meine Tipps für dich:
- Setze dich nicht zu stark unter Druck während des Starts...bleib locker und warte bis die Kappe über dich kommt und mache einen Kontrollblick, bevor du blind darauf vetraust dass alles passt und drauf los rennst.....ansonsten
- erlerne den Rückwärtsstart (am Besten während dem Groundhandling) und traue dich auch mal an etwas steilere Hänge....du wirst sehen wie viel einfacher du rauskommst (hast aber wesentlich kleineren Spielraum für Fehler)
- sei oben "STABIL" und unten "AGIL" ... deine Arme flattern zuviel mit dem Unterkörper mit, versuche den Oberkörper vom Unterkörper zu entkoppeln (übe das am Besten zu Hause ohne Schirm durch Trockenübungen und wende es nachher an....du wirst sehen, wie feinfühliger du die Bewegungen der Kappe spürst und ausgleichen kannst
Gutes Gelingen und Happy Landings 😃
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Das „Reinlaufen“ in die Leinen ist keine gute Idee. Dadurch ziehst du die Eintrittskante zu und der Schirm steigt schlechter. Besser: so vor dem Schirm stehen, dass man die A-Leinen symmetrisch leicht auf Zug hat. Dann nur einen Schritt zurück und den Schirm mit einem konsequenten Impuls und konstantem Zug auf den A-Leinen bei moderater Vorwärtsbewegung aufziehen, bis der Schirm komplett über dir ist. Erst dann leicht auf die Bremsen gehen. So wie es in dem Video aussieht rennst du dem Schirm davon und hast schon Zug auf den Bremsen, bevor der Schirm richtig oben ist. Durch die Verzerrung der 360° Grad Kamera ist das aber nicht gut zu erkennen und kann auch täuschen. Wenn du es richtig machst, musst du auf jeden Fall nur wenig vorwärts gehen bis der Schirm über dir ist und dann erst beschleunigen zum Abheben.
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